Sie taucht in verschiedenen Theorien auf: beim Warp-Antrieb, bei Zeitreisen und bei Reisen durch Wurmlöcher. Taucht sie auch in der Praxis auf?
In der Physik Newtons kann der Nullpunkt der potentiellen Energie beliebig gewählt werden; nur die Energiedifferenzen sind dort wesentlich. Meistens wird einer Masse in unendlicher Entfernung z. B. zur Sonne die potentielle Energie null zugeschrieben. Setzt man diese Masse in die Nähe der Sonne, hat sie eine negative potentielle Energie.
Die spezielle Relativitätstheorie lässt den energetischen Nullpunkt nicht beliebig wählen. Selbst eine Masse m, die unendlich weit entfernt von anderen Massen ruht, besitzt mindestens die Energie E=mc².
Wenn wir aus einem Raumbereich so gut es irgendwie geht Materie und Strahlung entfernen, herrscht dort das Vakuum. Trotzdem ist dieses Vakuum nicht leer, wie die Quantentheorie zeigt. Es bleibt die so genannte Nullpunktenergie übrig, die z. B. die Nullpunktschwingungen der elektromagnetischen Strahlung enthält [siehe Vakuumenergie]. Addiert man die Energien der einzelnen Nullpunktschwingungen, ergibt sich eine gigantische Summe.
Unter bestimmten Bedingungen kann ein Bereich des Vakuums negative Energie besitzen, wie unter anderem der Casimir-Effekt zeigt: Zwischen zwei parallelen Metallplatten in winzigem Abstand im Vakuum ist die Energie etwas kleiner als außerhalb im "normalen" Vakuum. Im Vergleich zum Außenraum herrscht zwischen den Platten also "negative Energie".
Aber: Nach der allgemeinen Relativtätstheorie hätte diese enorme Energie des Vakuums eine gigantische Schwerkraftwirkung auf das Universum als Ganzes zur Folge. Das Alter und die Ausdehnung des Universums wären anders, als aufgrund astrophysikalischer Beobachtungen und Modelle angenommen wird. Hier widersprechen sich zwei fundamentale physikalische Theorien.




