Die Abkürzung UFO steht für Unidentifiziertes Flugobjekt in unserer Atmosphäre oder im Weltraum. Teilweise wird stattdessen die Abkürzung UAP für Unidentifiziertes Atmosphärisches Phänomen verwendet. Ein UFO im weiteren Sinne, ist eine unbekannte Erscheinungen am Himmel. Im engeren Sinne ist das eine Erscheinung, die auch bei normalerweise ausreichender Datenlage von geschulten "Gutachtern" nicht identifiziert werden kann. Das heißt zunächst nicht, dass es sich um außerirdische Besucher handeln muss. Was UFOs sind, ist nach dieser Definition unbekannt. Dass es Außerirdische sein könnten ist nur eine der Möglichkeiten.
Für unidentifizierbare Objekte auf und in Gewässern hat sich die Abkürzung USO eingebürgert.
Grundlegende Unterscheidung
Grundsätzlich lassen sich UFOs in mindestens zwei Gruppen einteilen:
Klasse A: UFOs mit festen Strukturen.
Klasse B: Kugelförmige, elliptische oder unregelmäßig geformte Leuterscheinungen.
Klassifizierung nach J. Allen Hynek
J. Allen Hynek war Astronom, wissenschaftlicher Berater des Projektes Blue Book. Er gilt als Begründer der wissenschaftlichen UFO-Forschung. Er unterteilte die UFOs der Klasse A weiter in die Art der Sichtungen aus kürzerer Entfernung (Nahbegegnung, engl. close encounter):
CE1: UFO wird aus weniger als etwa 500 Metern Entfernung beobachtet.
CE2: UFO beeinflusst die Umgebung z.B. durch Landespuren, Verbrennungen, Störungen elektrischer Geräte, starke Magnetfelder.
CE3: Nahe Begegnung, bei der unbekannte Wesen oder Insassen gesehen werden.
CE4: Die UFO-Insassen treten mit dem Zeugen in Kontakt oder entführen ihn.
UFOs in weiterer Entfernung unterteilte er in:
NL: Nächtliches, leuchtendes Objekt.
DD: Scheibe bei Tageslicht.
RV: Unidentifiziertes Radarsignal
Hynek wusste, dass seine Einteilung recht willkürlich ist und ein UFO mehreren Kategorien angehören kann.
Klassifizierung nach Jacques Vallée
Jacques Vallée ist Informatiker sowie Astrophysiker und leistete wertvolle Beiträge zur UFO-Forschung. Er stellte ein erweitertes Klassifizierungsschema auf, das auch Flugmanöver und Anomalien einbezieht, die teilweise mit UFO-Sichtungen zusammenfallen. Das Schema liefert zugleich einen Eindruck des Spektrums dokumentierter oder behaupteter UFO-Erscheinungen.
| Sichtung (1) | Physikalischer Effekte (2) | Wesen (3) | Veränderte Realität (4) | Bleibende Verletzung oder Heilung (5) | |
Anomalie AN | keine bleibende Wirkung, z.B. ungeklärte Lichter, Explosionen | bleibende Wirkung, z.B.Bodeneindrücke, beschädigte Pflanze, "Poltergeist" | z.B. Geister, Fabelwesen, Yeti | z.B. (religiöse) Vision, Nahtodeserlebnis, außerkörperliche Erfahrung | ungeklärete Wunden, spontane Verbrennung |
Vorbeiflug FB | UFO fliegt ohne sonstige Wirkung vorbei (am häufigsten) | Vorbeiflug mit Wirkung, z.B. Hitze, Geräusch, Versagen des Automotors, Stromausfall | Im UFO werden Wesen gesehen (selten) | Zeugen erleben veränderte Realität, z.B. veränderte Zeitempfindung | z.B.Verbrennung ähnlich Sonnenbrand, Erblindung, Tod, Heilung einer Krankheit |
Manöver MA | Flug nicht kontinuierlich, z.B. Schleife, Zickzack, plötzliche Beschleunigung | Wie MA1 mit phys. Wirkung wie bei FB2 | Wie MA1mit Wesen an Bord | Wie MA1 mit veränderter Realität des Zeugen | Wie MA1 mit bleibender Verletzung oder Heilung des Zeugen |
Nahbegegnung CE | Nahe UFO-Begegn. | Nahe UFO-Begegn. mit phys. Wirkung wie oben | Nahe UFO-Begegn. im Zusammenhang mit Wesen wie oben | Nahe UFO-Begegn. mit veränderter Realität des Zeugen | Nahe UFO-Begegn. mit bleibender Verletzung oder Heilung des Zeugen |
Beispiel
Ein Kampfflugzeug verfolgt ein UFO per Radar, das mit "unmöglichen" Zickzack-Beschleunigungen Katz und Maus spielt; Pilot erhält Abschussbefehl; er schaltet auf das Ziel auf; bevor er feuern kann, fallen die elektronischen Systeme seines Flugzeugs aus. ---> MA2




