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Start Aktuelles + Spezielles Archiv: Aktuelles + Spezielles 2010 Gesellschaft Neuerscheinung: „Die Meinungsmacher“ analysiert Defizite im Hauptstadtjournalismus

Neuerscheinung: „Die Meinungsmacher“ analysiert Defizite im Hauptstadtjournalismus

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Pressemitteilung: Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation, 14.05.2010

Sie attestieren Journalisten Herdentrieb. Journalistikprofessor Stephan Weichert und Medienwissenschaftler Leif Kramp schreiben über den Verfall eines mächtigen Berufsstandes. Mit zehn Thesen fordern sie eine Verbesserung der Berichterstattung. „Die Meinungsmacher. Über die Verwahrlosung des Hauptstadtjournalismus“ erscheint am 14. Mai 2010 bei Hoffmann und Campe.
 
Welche Auswirkungen hat das vertraute Verhältnis von Politikern und Journalisten auf die Berichterstattung? Wo liegen die Schnittstellen zwischen politischem und medialem System? Was treibt den heutigen Journalisten bei seiner Arbeit an? Mit diesen und anderen Fragen versuchen die Autoren die Mängel des Hauptstadtjournalismus aufzuzeigen. Und attestieren den Berichterstattern Herdentrieb. Inwieweit kann man als Journalist heute in der Regierungsmetropole Berlin noch unabhängig schreiben und den eigenen Idealen folgen? Das Buch zeigt den Journalisten auf der ständigen Jagd nach der Exklusiv-Meldung. Die Autoren schreiben zu Themen wie Realitätsverlust, Wichtigtuerei und Sensationsrummel. Dabei wird die Rolle von Blogs, Twitter und Co. beleuchtet.

Neben dem Verfall eines Berufsstandes beschäftigt sich „Die Meinungsmacher“ auch mit Perspektiven, etwa der Chance, eine neue Qualität der Berichterstattung zu entwickeln. Dazu werden im Buch zehn Thesen entwickelt. Weichert sagt, „wir decken in dem Buch generelle Mechanismen und Prozesse auf, die zu einer Verwahrlosung des Hauptstadtjournalismus beitragen. In Berlin ist vor allem der Herdentrieb der Medienmeute zum Problem geworden: jeder schreibt von jedem ab, es wird kaum noch recherchiert und mit Bikinifoto-Galerien wird versucht, Klicks und Auflage zu machen. Selbst die seriösen Qualitätsmedien befinden sich zunehmend auf einem schmalen Grat zwischen Boulevardisierung, Showeffekten und Performance-Journalismus.“

Dennoch will das Buch die Akteure nicht anprangern, sondern kritisch reflektieren, um in den journalistischen Alltag zurück zu wirken. Leif Krampert denkt dabei auch an das Unbehagen der Beteiligten: "Es handelt sich ja nicht um eine rein akademische Betrachtung des Hauptstadtjournalismus, sondern um eine praxisnahe Bestandsaufnahme von Problemen, die den Akteuren auf der Seele brennen."

Zu den Autoren

Dr. Stephan Weichert ist Professor für Journalistik an der Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation in Hamburg sowie Projektleiter am Institut für Medien- und Kommunikationspolitik in Berlin.

Leif Kramp arbeitet als Medienwissenschaftler und Journalist vornehmlich in Berlin, Hamburg und New York.

Sie sind Herausgeber der Reihe „Zukunft des Journalismus“ der Süddeutschen Zeitung, in der namhafte Kollegen auf sueddeutsche.de ihren Beruf reflektieren.

Link

Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation
http://www.macromedia-fachhochschule.de

Verlagsinformation
http://www.hoffmann-und-campe.de/go/die-meinungsmacher

 

 

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